Achtung! Wichtiger Hinweis zum Thema "Bewerbungen" für die Mitarbeit im Rettungsdienst des Kreises Coesfeld!!!

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Die rettungsdienstliche Versorgung im Bereich Nordkirchen durch die Rettungswachen in Lüdinghausen und Ascheberg

 

Die Rettungswache in Lüdinghausen stellt mit der Rettungswache in Ascheberg eine Wachengemeinschaft dar. In diesem Verbund arbeiten insgesamt 22 Rettungsassistenten. Alle Mitarbeiter werden nach einem Dienstplan in zwei Schichten auf beide Wachen verteilt. Die Wache in Lüdinghausen ist zum einen die größere, aber auch die Wache mit der Mehrzahl der Einsätze. In Lüdinghausen arbeiten in einer Schicht fünf Mitarbeiter. In Ascheberg ist nur ein Rettungswagen zu besetzen. Aus diesem Grund werden dort nur zwei Mitarbeiter benötigt.

Zusätzlich zu den 22 hauptamtlichen Rettungsassistenten sind noch fünf Jahrespraktikanten und Jahrespraktikantinnen dort tätig, die alle den theoretischen Teil ihrer Ausbildung bereits abgeschlossen und ihre Theorie-Prüfung bestanden haben und jetzt noch ein Jahrespraktikum zum Abschluss ihrer Rettungsassistentenausbildung absolvieren.

 

Der Träger für den Rettungsdienst im Kreis Coesfeld ist der Kreis Coesfeld selbst. Dieser hat die Aufgaben an das Deutsche Rote Kreuz übergeben. Sechs Rettungswachen im Kreis Coesfeld werden somit vom Deutschen Roten Kreuz gestellt. Die Rettungswache Dülmen bildet dabei eine Ausnahme. Sie befindet sich in städtischer Hand und wird von der Berufs-Feuerwehr Dülmen besetzt. 

 

Die Rettungswachengemeinschaft Lüdinghausen und Ascheberg arbeitet mit einem Zwei-Schicht-System. Das heißt, es gibt eine Tagesschicht, die  um 8 Uhr beginnt und um 18 Uhr endet, und eine Nachtschicht, die um 18 Uhr anfängt und um 8 Uhr beendet ist. Aus Kollegialität ist es von Vorteil 15 Minuten vor jeder Schicht da zu sein. Das bewirkt, dass die Mitarbeiter kurz vor Schichtende (z.B. um 17.55 Uhr) nicht noch einen Einsatz übernehmen müssen, der sich dann eventuell über mehrere Stunden hinzieht. Dieses System gilt genauso in Ascheberg. In Krankheitsfällen von Mitarbeitern oder in Ausnahmesituationen kann es auch schon einmal vorkommen, dass ein hauptamtlich angestellter Rettungsassistent 24 Stunden arbeiten muss.

 

 

 

Sowohl in der Tagesschicht als auch in der Nachtschicht muss in Ascheberg ein Rettungswagen besetzt sein. Die Besetzung besteht meistens aus zwei Rettungsassistenten. Es kommt aber auch häufig vor, dass ein Jahrespraktikant oder ein ehrenamtlich

beschäftigter Rettungssanitäter als „zweiter Mann“ auf dem Rettungswagen mitfährt.

In Lüdinghausen müssen tagsüber ein Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein Krankentransportwagen einsatzbereit sein. Der Rettungswagen ist personell genauso wie in Ascheberg besetzt. Das Notarzteinsatzfahrzeug wird ausschließlich von einem hauptamtlich angestellten Rettungsassistenten gefahren, der dann den Arzt vom Krankenhaus abholt und ihm im Einsatz assistiert. Der zusätzlich bereitgestellte Krankentransportwagen wird sowohl von hauptamtlich angestellten Rettungsassistenten als auch von den Jahrespraktikanten besetzt. Dies geschieht, obwohl hier laut den gesetzlichen Vorschriften für die Besetzung dieses Fahrzeuges auch ein Rettungssanitäter und ein Rettungshelfer ausreichend sein würden. In der Nachtschicht entspricht die Besetzung des Rettungswagens und des Notarztwagens der des Tagesdienstes. Der Krankentransportwagen ist dann nicht im Dienst.

Zusätzlich zu diesen Mitarbeitern kommen noch Schulpraktikanten und ehrenamtliche Mitarbeiter sozusagen als „dritter Mann“ im Rettungswagen zum Einsatz. Am Wochenende fahren dann auch oft ehrenamtlich beschäftigte Rettungsassistenten bzw. -sanitäter und -helfer mit, die das Team entlasten und diese Zeiten als Praktikum für ihre eigene Ausbildung in diesem Bereich nutzen können.

 

Die Alarmierung erfolgt für alle Rettungsmittel über eine die Kreisleitstelle über Funkmeldeempfänger. Die Leitstelle koordiniert alle Feuerwehr- und rettungsdienstlichen Einsätze und befindet sich in Coesfeld. Sie ist selbstverständlich rund um die Uhr besetzt. Pro Schicht arbeiten hier vier ausgebildete Berufsfeuerwehrleute mit der Zusatzausbildung zum Rettungsassistenten. Hier gehen auch alle Notrufe ein, die über die Tel. Nr. 112 erfolgen. Diese werden von dort aus an die jeweiligen Dienststellen bzw. Rettungswachen weitergegeben.

 

 

 

Der Beruf Rettungsassistent

 

Rettungsassistenten führen am Notfallort bis zur Übernahme durch den Arzt lebensrettende Maßnahmen bei Notfallpatienten durch. Sie stellen die Transportfähigkeit dieser Patienten her, beobachten die lebenswichtigen Körperfunktionen während des Transportes zum Krankenhaus und erhalten sie aufrecht. Außerdem befördern sie kranke, verletzte und sonstig hilfsbedürftige Personen, auch wenn sie keine Notfallpatienten sind, unter fachgerechter Betreuung. Die Ausbildung wird an staatlich anerkannten Schulen für Rettungsassistenten durchgeführt und dauert 2 Jahre. Für Krankenpflegekräfte oder Rettungssanitäter verkürzt sich die Ausbildung.

Zugangsvoraussetzungen sind ein Mindestalter von 18 Jahren, der Realschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Die meisten Rettungsassistenten haben vorher eine andere Ausbildung absolviert oder ein Medizinstudium angefangen.

Der Rettungsassistent ist der verantwortlich Tätige bei der Behandlung eines Patienten bis zum Eintreffen des Notarztes. Im Rahmen der Notfallkompetenz ein Rettungsassistent auch befugt einen Patienten zu intubieren und ihm bestimmte Medikamente zu verabreichen. Im Kreis Coesfeld gehört das Legen eines intravenösen Zugangs und einer Infusion zur Regelkompetenz.

 

 

 

Zusammenarbeit mit Dritten

 

Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen,

wie zum Beispiel mit dem Deutschen Roten Kreuz, der Polizei oder der freiwilligen Feuerwehr.

Zu vielen schwerwiegenden Verletzungsschemata wird ein Rettungshubschrauber zusätzlich alarmiert. Meistens ist das im Bereich Lüdinghausen und Ascheberg der „Christoph 8“ aus Lünen oder der „Christoph Europa 2“ aus Rheine oder der „Christoph Westfalen“, der am Flughafen Münster/Osnabrück stationiert ist. Diese Rettungshubschrauber sind in der Lage Patienten schnell in Spezial- oder Schwerpunkt-Kliniken zu bringen, z.B. bei Verbrennungen, Wirbelsäulenverletzungen oder bei einem Schädelhirntrauma. Der Rettungshubschrauber wird entweder von der Rettungsmannschaft nachträglich angefordert oder direkt von der Leitstelle zusätzlich alarmiert. In seltenen Fällen, wenn kein Notarzt zur Verfügung steht, dient der Rettungshubschrauber auch nur als Notarzt-Zubringer. Er übernimmt dann nur die Aufgaben des bodengebundenen Notarzteinsatzfahrzeugs.

 

 

Die Rolle des Ortsvereins Nordkirchen

in der Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst

 

Das Deutsche Rote Kreuz des Ortsvereins Nordkirchen arbeitet vor allem bei größeren sanitätsdienstlichen Veranstaltungen eng mit dem Rettungsdienst zusammen. Diese Zusammenarbeit sieht vor, dass die Patienten zunächst durch die Einsatzkräfte des Ortsvereins Nordkirchen fachgerecht versorgt und dann für den Transport ins Krankenhaus vorbereitet werden. Bei Eintreffen des Rettungsdienstes bzw. des Notarztes übergeben die Helfer den Patienten an den Rettungsdienst und unterstützen diesen bei weitergehenden Maßnahmen. Wenn die Transportfähigkeit sichergestellt ist, bringt der Rettungsdienst den Patienten in ein geeignetes Krankenhaus.

Einige der Helfer haben eine rettungsdienstliche Ausbildung absolviert und gehören auch der ehrenamtlichen Helfergruppe des Rettungsdienstes an.

Im Falle einer Großschadenslage unterstützt auch die Einsatzeinheit mit den Gruppen „Betreuung“ und „Verpflegung“ des Ortsvereins Nordkirchen den Rettungsdienst maßgeblich. Diese Hilfe kann auf unterschiedliche Weise erfolgen.

Zum einen werden sowohl betroffene Personen, als auch der Rettungsdienst, sowie die Feuerwehr im Falle eines länger dauernden Einsatzes durch die Gruppe „Verpflegung“ mit Getränken und einer warmen Mahlzeit versorgt.

Zum anderen gehört es zur Aufgabe der Gruppe „Betreuung“ Sammelplätze sowohl für verletzte als auch für unverletzte Personen oder auch Unterkünfte für den längeren Aufenthalt von Betroffenen einzurichten und zu unterhalten.

 

 

Text: Anne & Christian Sabottka

 

Achtung! Wichtiger Hinweis zum Thema "Bewerbungen" für die Mitarbeit im Rettungsdienst des Kreises Coesfeld!!!

Es kommt in letzter Zeit gehäuft vor, dass uns per Mail oder Post in unserem Ortsverein Bewerbungen für eine Mitarbeit (auch Praktikum, Jahrespraktikum, etc.) erreichen. Da diese von uns nicht bearbeitet werden können, möchten wir auf folgendes hinweisen:

Der Ortsverein Nordkirchen ist selbst nicht im Rettungsdienst tätig. Wir beschäftigen selbst auch keine hauptamtlich angestellten Mitarbeiter im Bereich Rettungsdienst. Helfer unseres Ortsvereins sind lediglich als ehrenamtliche Kräfte im Rettungsdienst des Kreises Coesfeld tätig.

Der Rettungsdienst im Kreis Coesfeld wird durch den DRK Kreisverband Coesfeld betrieben. Dieser ist somit auch für alle Personalangelegenheiten (inkl. Bewerbungen, Einstellungen, etc.) im Bereich Rettungsdienst zuständig.

Bitte senden Sie ihre Bewerbungen daher nicht an den Ortsverein Nordkirchen, sondern an die Kreisgeschäftsstelle des DRK Kreisverbandes in Coesfeld. Zuständig für den Fachbereich Rettungsdienst ist dort Herr Michael Hofmann.

Sie erreichen die Kreisgeschäftsstelle unter folgenden Kontaktdaten:

DRK Kreisverband Coesfeld e.V.

Bahnhofstr. 128

48653 Coesfeld

Tel: 02541/9442-0

Mail: kgst@kv-coesfeld.drk.de

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Internettauftritt des DRK Kreisverbandes Coesfeld www.kv-coesfeld.drk.de

Vielen Dank für Ihre Beachtung.