Zivil- und Katastrophenschutz im DRK

 

Der Schutz der Bevölkerung vor Katastrophen und die wirksame Hilfe im Katastrophenfall ist eine der Kernaufgaben des DRK als nationale Hilfsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Das Rote Kreuz steht damit in der Tradition seines Gründers, Henry Dunant, und leistet im In- und Ausland Bedürftigen Hilfe nach dem Maß ihrer Not. In den letzten Jahren hat es sich gezeigt, dass die Einsatzhäufigkeit in Deutschland zunimmt; Einsätze beim Oder-Hochwasser 1997, beim schweren Zugunglück in Eschede 1998 und insbesondere bei der Hochwasserkatastrophe im August des Jahres 2001 sprechen eine deutliche Sprache. Das DRK hat bei diesen Einsätzen mit seinen ehramtlichen und hauptamtlichen Helfern vor Ort akute Hilfe leisten können, die vielen Betroffenen die Gesundheit bewahrt oder sogar das Leben gerettet hat.

Seine Arbeit im Bereich des Katastrophenschutzes führt das DRK mit ehrenamtlich tätigen Helfern durch, die in vielen Einsatzformationen, z.B. einer Einsatzeinheit oder einer Schnelleinsatzgruppe (SEG) im ganzen Bundesgebiet tätig sind. Hierbei handelt es sich um ein abgestuftes, modulares System von Fachdiensten aus den Bereichen Sanitätsdienst, Betreuungsdienst und Technik und Sicherheit, die mit speziellem Gerät und auf einem hohen Ausbildungsstand der Einsatzkräfte Hilfe  für die Bevölkerung leisten. Allein im Bereich des DRK-Kreisverbandes Coesfeld e.V. gibt es drei solcher Einsatzeinheiten, in denen über 200 Helferinnen und Helfer ihren Dienst versehen.

 

(Einsatzkräfte des DRK-Nordkirchen bei der Herstellung von Verpflegung)

 

Es besteht dabei für die ehrenamtlich im Katastrophenschutz tätigen Einsatzkräfte die Möglichkeit, sich vom Wehrdienst freistellen zu lassen, um so sechs Jahre lang ihren Ersatzdienst parallel zu Studium oder Beruf zu leisten.

Die Aufgaben der Einheiten im Zivilschutz beziehen sich auf Hilfe und Schutz für die Bevölkerung im Konfliktfall. Der Ausbildungsstand der Einsatzkräfte und die Beschaffenheit des Gerätes lassen es dabei zu, dass die DRK-Einsatzkräfte in ihren bestehenden Einsatzeinheiten auch in dieser Extremsituation angemessen reagieren können, und als Teil der behördlichen Gefahrenabwehr Menschen in Notsituationen konkrete Hilfe zukommen lassen können.

 

(Nordkirchener Helfer beim Elbe-Hochwassereinsatz 2001)

 

Der Zivil- und Katastrophenschutz im DRK ist ein Teil des komplexen Hilfeleistungssystems des Roten Kreuzes in Deutschland, das alle Aktivitäten des DRK in den Bereichen der Nationalen Hilfsgesellschaft und des Wohlfahrtsverbandes bündelt, und diesen Dienst den Menschen in Deutschland anbietet. Das ehrenamtliche Engagement im Zivil- und Katastrophenschutz ist dabei für das DRK ein grundlegendes Element des Gesamtverbandes.

 

 

Text&Bilder: Otto Hövener